Hauptgeschichte

Aus der Ferne verbunden: Generationen zusammenbringen

Auch während der Pandemie gab sich die Frauenorganisation der Gemeinde Britannia in London Mühe, Kontakte zu pflegen

„Und siehe, ich sage euch dies, damit ihr Weisheit lernt, damit ihr lernt: Wenn ihr euren Mitmenschen dient, dann dient ihr eurem Gott.“ (Mosia 2:17.)

Überall auf der Welt haben die Menschen während der Pandemie große Verluste erlitten. Auch treue Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind davon nicht ausgenommen. Zu diesen großen Verlusten zählt auch die Gesellschaft anderer. Die Abstandsregeln machen es unmöglich, Freunde, Angehörige und Nachbarn so oft wie früher zu sehen. Davon sind junge Mitglieder ebenso betroffen wie ältere. Um Abhilfe zu schaffen, wurde das Projekt „Generation Link“ ins Leben gerufen.

Candice MacAllister ist Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung der Gemeinde Britannia in London – einer Gemeinde für junge Erwachsene. Mitten in der Pandemie machte sie sich mit ihrer Frauengruppe auf die Suche nach einem Ausweg aus der Vereinsamung. „Die Londoner sind für ihre Kontaktscheu berüchtigt. Es kann sehr schwer sein, hier Anschluss zu finden“, sagt sie. Candice sprach mit ihrem Bischof darüber, wie schwierig es für junge Erwachsene sein kann, mit Menschen, die einer anderen Generation angehören, Kontakt aufzunehmen. Aber auch die älteren Frauen litten während der Pandemie unter Einsamkeit. Candice erkannte: Die beste Möglichkeit, den Frauen zu helfen, bestand darin, sie virtuell über das Projekt „Generation Link“ zusammenzubringen.

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Und so leitete die Frauenorganisation in diesem Rahmen den Kontakt und den Austausch mit älteren Frauen aus dem Einzugsgebiet der Gemeinde Britannia in die Wege. Jede junge Erwachsene, die mitmachen wollte, wurde gebeten, mit einer älteren oder verwitweten Frau in Verbindung zu treten. Durch Telefonanrufe erfuhren die Frauen mehr über das Leben ihrer Gesprächspartnerinnen und fanden Gesellschaft in einer Ausnahmesituation.

Martsie Webb, eine der Teilnehmerinnen, hatte die Gelegenheit, zwei Frauen kennenzulernen, die miteinander aufgewachsen waren und sich gemeinsam der Kirche angeschlossen hatten: Mary Woods und Margaret Canham. Die beiden waren Freundinnen fürs Leben geworden und während der Pandemie auch Hausgenossinnen von Marys Mutter. Martsie freundete sich mit ihnen an, als das Projekt „Generation Link“ lief. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Gemeindevorsteher, konnten sie die beiden nach Lockerung der Abstandsregeln auch persönlich kennenlernen. „Dieser Dienst am Nächsten war die reinste Freude, wenn wir daran denken, was diese beiden Frauen uns alles gegeben haben“, erzählt sie. „Eigentlich kann ich da gar nicht von Dienst sprechen, denn wir waren diejenigen, die von ihrer christlichen Nächstenliebe profitiert haben.“

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Das Projekt hat Frauen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen zusammengebracht – jede hat mehr über die andere erfahren. „Alles, was man geben kann, wird einem vielfach zurückgegeben. Man weiß nie, wie viel es jemand anderem bedeutet“, so Candice MacAllister. Durch den gegenseitigen Dienst am Nächsten hat nun jede Frau unerwartet eine mitfühlende virtuelle Freundin hinzugewonnen.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.