Medienmitteilung

Das Haus des Herrn ist ein Segen für die wachsende Kirche in Frankreich und ganz Europa 

Elder Caussé und Mitglieder vor Ort erklären, inwiefern auf Christus ausgerichtete Zeremonien Familien und den Glauben stärken

Gegen Ende seiner Europareise besuchte Elder Gérald Caussé vom Kollegium der Zwölf Apostel in Begleitung seiner Frau Valérie am Donnerstag, dem 26. Februar, und Freitag, dem 27. Februar 2026, den Paris-Tempel in Frankreich. Sie nahmen an heiligen Zeremonien teil, unterhielten sich mit Tempelbesuchern und Führungsverantwortlichen des Tempels und trafen sich mit neuen Mitgliedern der Kirche und Journalisten im Besucherzentrum des Paris-Tempels. 

„Die heiligen Handlungen des Tempels unterscheiden uns von allen anderen christlichen Kirchen“, erklärte Elder Caussé bei der Konferenz des Pfahles Paris Süd, die am Sonntag, dem 22. Februar, für Mitglieder und Freunde der Kirche abgehalten wurde. „Wie viele Kirchen können sagen und bekräftigen, dass die Familie ewig bestehen kann?“ 

Der Tempel ist ein heiliger Ort für Mitglieder der Kirche. Die dortigen Zeremonien ermöglichen es, dass Familienbande über den Tod hinaus andauern. Tempel unterscheiden sich von Gemeindehäusern. Der Gottesdienst am Sonntag und die anderen Aktivitäten unter der Woche in Gemeindehäusern stehen allen offen. Der Tempel ist treuen Mitgliedern vorbehalten, die sich entsprechend vorbereitet haben. 

Um an diesem besonderen Ort Gott zu verehren, bringen die Mitglieder Opfer. Nathan Neville nahm beispielsweise eine über zweistündige Fahrt auf sich, um in der Woche, in der Elder Caussé Frankreich besuchte, Gott im Paris-Tempel zu verehren. 

„Wir kommen sehr gern hierher, um Gott zu verehren und die Gegenwart [Jesu Christi] zu verspüren“, so Neville. „Wir haben ein sehr geschäftiges Leben. Dies ist eine Gelegenheit, uns die Zeit zu nehmen, [im Haus des Herrn zu sein] und uns besser zu fühlen.“ 

Stephania Tonon verehrt Gott bereits seit ihrer Jugend im Tempel. Im Haus des Herrn zu sein, hilft ihr, sich Christus und ihrem Vater, der starb, als sie 13 Jahre alt war, näher zu fühlen. 

„Die Gottesverehrung im Tempel bedeutet mir sehr viel“, erklärte sie. „Sie verbindet mich mit dem Herrn, und [jedes Mal, wenn ich im Tempel bin,] habe ich das gleiche Gefühl wie damals, als wir uns als Familie an meinen Vater siegeln lassen haben. Ich möchte Gott im Tempel verehren, weil ich dieses Gefühl immer wieder haben möchte. Ich kann den Herrn wirklich hier in seinem Haus finden.“   

Von dem Moment im Jahr 1998 an, als Präsident Gordon B. Hinckley den Mitgliedern in Frankreich verkündete, dass in ihrem Land ein Tempel gebaut werden würde, beteten die Caussés fast zwei Jahrzehnte lang jeden Tag dafür. 

„Es verging kein einziger Tag, an dem unsere Familie nicht für das Tempelprojekt betete“, so der Apostel. „Und als der Tempel [2017] geweiht wurde, war es ein wunderbares Erlebnis, als Familie dort zusammenkommen zu können.“ 

In jenem Jahr leiteten Elder Caussé und seine Frau Valérie vor der Weihung durch Präsident Henry B. Eyring von der Ersten Präsidentschaft eine Woche lang Führungen durch den Paris-Tempel. Während einer dieser Führungen entwickelte sich ein Gespräch über das Thema Ewigkeit. 

Der Apostel erklärte: „An diesem Tag wurde mir etwas bewusst, was ich für selbstverständlich gehalten hatte. Durch die Wiederherstellung der Kirche, der Priestertumsschlüssel und der Siegelung von Familien blicken wir weit über dieses Leben hinaus. Wir haben alles, was für unsere Erhöhung erforderlich ist.“ 

In der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist mit „Erhöhung“ die höchste Form der Errettung gemeint. Nach der Auferstehung kann man mit seiner Familie in der Gegenwart Gottes leben und eine Fülle der Freude empfangen. 

Für Präsident Eyring war der Paris-Tempel eine Möglichkeit, „eine Generation von französischsprachigen Mitgliedern hervorzubringen, die dem Herrn Jesus Christus zutiefst ergeben und vorbereitet sind, der Welt das Evangelium zu bringen“, so Elder Caussé. 

Im Tempel steht überall Christus im Mittelpunkt, fuhr er fort, und das erkennen auch Menschen, die nicht der Kirche angehören. 

„Es gibt eine so starke Verbindung zwischen Jesus Christus und dem Tempel“, ergänzte er. „Natürlich vollziehen wir alle heiligen Handlungen im Tempel im Namen Jesu Christi. Es sind Bündnisse, die wir mit Jesus Christus schließen. Aber selbst wenn unsere Freunde – bzw. Menschen, die nicht unserer Kirche angehören – das Tempelgrundstück betreten, sehen sie als Erstes gleich die Statue von Jesus Christus, und das ist eine Bestätigung für sie, dass sich in unserer Kirche, unserer Religion, alles um Christus dreht.“ 

„Ich kenne viele Menschen“, fügte er hinzu, „die sich einfach deshalb bekehrt oder den Geist verspürt haben, weil sie hierherkamen und erkannten, dass im Mittelpunkt unserer Religion Christus steht.“ 

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat in Europa etwa 500.000 Mitglieder. Verteilt auf verschiedene Generalkonferenzen in den letzten Jahren hat Präsident Russell M. Nelson den Bau von zehn Tempeln an verschiedenen Orten in Europa angekündigt. 

Wien, Österreich 

Budapest, Ungarn 

Brüssel, Belgien 

Hamburg, Deutschland 

Dublin, Irland 

Mailand, Italien 

Oslo, Norwegen 

Porto, Portugal 

Edinburgh, Schottland 

Barcelona, Spanien 

Birmingham, Großbritannien 

Drei davon – der Brüssel-Tempel in Belgien, der Budapest-Tempel in Ungarn und der Birmingham-Tempel in England – befinden sich bereits im Bau.  

Zusätzlich dazu, dass Mitglieder der Kirche in den Tempel gehen, um geistig zu wachsen, dienen sie dort auch ehrenamtlich. Sie begrüßen die Besucher und helfen allen, die an heiligen Handlungen teilnehmen. 

Elder Caussés Besuch des Paris-Tempels zeigt, wie wichtig das Haus des Herrn für sein Zeugnis und das der anderen Mitglieder ist. Die Kirche verzeichnet in aller Welt – so auch in Europa – ein beträchtliches Wachstum und beschleunigt den Tempelbau.